Balko `s      Geschichte

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Juni 06

Wir lernen "Balko", einen 15 Wochen jungen Hund kennen, dessen Frauchen und Herrchen den ganzen Tag arbeiten müssen. 

Nachdem sie ihn zu sich geholt hatten nahmen sie sich 2 Wochen Ferien, um den kleinen Welpen einzugewöhnen.  

An ihrem ersten Arbeitstag waren sie sich nicht sicher, ob "Balko", wenn er  im Haus allein ist, etwas kaputt machen würde 

und so brachten sie ihn in der Garage unter in einer Transportbox. Von morgens um 06.30 Uhr bis abends um 16.30 Uhr 

war "Balko" dort ganz alleine eingesperrt. Und das über mehrere Tage.

Später liessen sie ihn in der Garage mit offener Transportbox.

Nachdem die Besitzer meinten das "Balko" damit gut zurecht kommt, liessen sie ihn während ihrer Abwesenheit 

im Haus allein.  Er machte nichts kaputt, pinkelte nicht mal rein und somit gingen sie davon aus, das es ihm gut dabei geht. 

Heute wissen wir das "Balko" immer wenn er alleine war in eine tiefe Lethargie und Traurigkeit fiel und weder gefressen, 

noch getrunken hat. 

Als wir den Kleinen bei der Familie sahen und hörten wie lange er schon allein bleiben muss, suchten wir im Gespräch 

mit den Besitzern eine Lösung und drängten auch etwas darauf, das wir  "Balko" tagsüber zu uns holen dürfen 

(gratis versteht sich).

Da wir im Moment zwei Pflegehunde haben die auch noch Welpen sind  trifft sich das gut und so wird die Spikyranch 

zum „Kindergarten für Hunde“. 

 "Balko" kommt Montag bis Freitag tagsüber in den "Hunde-Kindergarten" auf die Spikyranch.  

Er entwickelt sich gut und kommt mit den anderen Hunden prima zurecht. Was in ihm schon  deutliche Spuren hinterlassen 

hat ist das Trauma des Alleingelassen werden. Er leidet furchtbar darunter, wenn man sich von ihm entfernt. 

Wir bauen dieses Vertrauen langsam auf, was uns auch gut gelingt. Bei uns kann er auch mal im Garten bleiben, 

wenn wir kurz ins Haus gehen, ohne in Unruhe oder Angst zu geraten.

Zuhause scheint dies nicht möglich. Seine Besitzer berichten wie "Balko" jeden Morgen darum kämpft mitzukommen 

und nicht alleine zurückgelassen zu werden,  dass er nie alleine im Garten draussen bleibt wenn sie im Haus sind. 

Sie sagen auch, das sie "Balko" hin und wieder in der Transportbox im Auto unterbringen oder übernachten lassen, 

da er sie nachts nicht in Ruhe lässt.

 

August 06 

Wir üben mit "Balko" viele Kommandos und er lernt sehr gern, mit Leckerli ist er hochmotivierbar und er liebt Suchspiele. 

Umso schrecklicher ist es für uns, als wir erfahren das die Besitzer, die auf dem Hundeplatz mit "Balko" arbeiten wollten, 

viel Gewalt an ihrem Hund ausüben mussten. Die Hunde werden angeschrieen, an Stachelhalsbändern oder Würger 

werden sie vom Boden hochgezogen, wenn sie nicht gehorchen, so dass ihnen die Luft abgeschnürt und sie den Boden 

unter den Füssen verlieren.  Sie berichten das "Balko" auf dem Hundeplatz immer so unruhig ist und 

nicht mal „sitz“ oder „Fuss“ macht. Sie waren dem Ganzen gegenüber auch sehr unsicher, gingen aber davon aus, 

das der „Hundetrainer“ ja wissen muss wie man mit Hunden umgeht.  Leider schien das jedoch nicht so zu sein.

Wir nehmen uns sehr viel Zeit mit den Besitzern zu sprechen und ihnen zu erklären das "Balko" eine solche Erziehung 

nicht braucht, was das bei ihm anrichtet, wir zeigen ihnen wie "Balko" ohne Stress, mit Lob und Leckerli super gut horcht, 

wie er an der Leine schön läuft und versuchen ihr Gehör und ihr Verständnis zu gewinnen. Sie zeigen sich einverstanden, 

scheinen auch froh um andere Umgangsformen mit "Balko" und wollen einen anderen Hundeplatz aufsuchen.

Einige Wochen später sehen wir ein Stachelhalsband bei ihnen Zuhause und sie erzählen das sie  ihn sonst nicht halten 

könnten und er immer aggressiver auf andere Hunde reagieren würde.

Auf einen anderen Hundeplatz gehen sie bisher nicht.

Wieder suchen wir das Gespräch und bieten unsere Hilfe an. Aber sie scheinen doch überzeugt von ihren Methoden.

    

Oktober 06 

Da es uns auf Dauer leider nicht möglich ist "Balko" jeden Tag von morgens bis abends bei uns Zuhause zu haben, 

werden wir ihn stufenweise daran gewöhnen bei sich Zuhause zu bleiben. Wir dehnen die Zeit bis wir ihn holen von Woche 

zu Woche aus. Zeitweise geht es gut. Aber immer öfter ist es unmöglich ihn Zuhause zurückzulassen, wenn wir wieder gehen. 

Er kämpft verzweifelt darum mit zu kommen und setzt dabei enorme Kraft ein. Es ist schrecklich das zu erleben. 

Seine Besitzer erzählen uns das dieser Kampf weiterhin jeden Morgen stattfindet, wenn sie zur Arbeit gehen und 

sie "Balko" jeden Morgen austricksen oder gewaltsam zurückhalten müssen, damit er nicht durch die Türe kommt.

Wir sprechen an, das es "Balko" nicht gut geht und legen ihnen Nahe sich eine andere Lösung zu überlegen, 

da dies keine gerechte Haltung dem Hund gegenüber ist. Sie gehen nicht darauf ein, sie möchten so gerne einen Hund 

und sich auch nicht von "Balko" trennen.

 

Nov. 06

"Balko" bleibt nun morgens bei sich Zuhause und wir holen ihn gegen Mittag zu uns oder machen Spaziergänge mit ihm. 

Er macht das sehr gut, er ist so lieb und hält die Zeit alleine aus, aber es ist deutlich, das er sehr unter dem Alleinsein leidet. 

In dieser Zeit isst er nichts, die Leckerli liegen noch immer genauso am Boden, wie seine Menschen es ihm morgens hinlegen. 

Er trinkt nicht, wenn wir ihn holen hat er riesen Durst. Er scheint noch immer in eine Traurigkeit und Lethargie zu verfallen, 

sobald er den morgendlichen Kampf an der Türe verloren hat und alleine gelassen ist.

Nun geschieht es auch, das er nicht mehr mit den Besitzern mit nach Hause will, wenn sie ihn bei uns abholen. 

Das trifft uns so sehr. Deutlicher kann er es nicht zeigen.

Wir sprechen es wieder mit den Besitzern an, das es kein Leben für einen Hund ist so viel allein zu sein, so wenig Beschäftigung 

und soviel Gewalt.  Wir vermuten das wir sie sehr nerven mit unseren ständigen Einwänden, es ist ja in vielen Familien so, 

das der Hund tagsüber allein ist. Sie sehen das nach wie vor nicht so, weil sie meinen da "Balko" nichts kaputt macht, 

nicht reinmacht und auch nicht rumbellt, kann es ihm doch nicht schlecht gehen. Und was die Unterbeschäftigung 

für einen Malinois bedeutet ist allen nach wie vor nicht richtig bewusst. 

 

31.12.06

Wie geht es weiter mit "Balko" ? Seine Familie hatte 3 Wochen Weihnachtsferien in denen wir "Balko" nicht gesehen haben 

und sie sind innerhalb des Ortes umgezogen. Wir befürchten das sie es nun nicht mehr nötig fänden das wir zu "Balko" 

schauen. Deshalb suchen wir das Gespräch mit ihnen und setzen uns sehr dafür ein, das wir "Balko" weiterhin jeden Tag 

stundenweise zu uns holen oder zu einem Spaziergang ausführen können, was sie auch weiterhin so annehmen. 

Für uns ist es nicht einfach jeden Tag immer etwa um dieselbe Zeit "Balko" einzuplanen. 

Das heisst so oft von einem Termin zu ihm zu stressen, oder meinen Schlaf am Tag (weil ich nachts arbeite) mittendrin 

zu unterbrechen um zu "Balko" zu gehen. Es ist ein enormer Aufwand und manchmal ist es uns auch wirklich zuviel, 

aber wir können nicht anders. Und "Balko" wartet auch jeden Tag auf uns.

Wir haben bemerkt das sich "Balko" verändert hat und das die "Erziehungshilfen" die seine Familie anwendet immer 

aggressiver werden. Auch darauf reagieren wir und versuchen der Familie Lösungen anzubieten, die sie leider nicht

 in Anspruch nehmen. Sie scheinen langsam müde zu sein sich so viel Mühe machen zu sollen. Sie haben es sich einfacher 

vorgestellt mit einem Hund. Sie sind einverstanden das wir auch weiterhin Zugang zum Haus haben und "Balko" 

täglich ausführen dürfen. Wir sind sehr froh darüber und "Balko" auch !!!! Das zeigt er uns jeden Tag, 

wenn er auf uns wartet,  uns mit grosser Freude begrüsst und sich mit viel Liebe und Vertrauen bei uns bedankt..

 

Januar 07 

"Balko" ist verändert. Wir erleben ihn unkonzentriert, nervös, unsicher und angespannt. Wir holen ihn wieder länger zu uns, 

was ihm gut tut. Er tobt sich bei uns aus, spielt mit unseren Hunden und ist am Nachmittag wieder glücklich, 

ruhig und entspannt. 

Im Gespräch mit den Besitzern finden wir Bestätigung, auch sie erleben die negative Entwicklung von "Balko",

 wissen sich aber nicht zu helfen.

Wir kommen wieder auf den Punkt, das sie einfach zu lange arbeiten müssen und der Hund  zuviel alleine 

und zuwenig ausgelastet ist.  Es zeigt sich auch,  das er zuwenig  Möglichkeiten hat sich auszutoben, 

da er nur noch am Stachelhalsband an der Leine spazieren geht, nicht von der Leine gelassen wird. 

Nachdem sie das versucht hatten, ist "Balko" ihnen davongerannt und erst nach längerem wieder zurückgekommen. 

Nun trauen sie sich nicht mehr ihn von der Leine zu lassen. Somit findet auch   keine Begegnungen mit anderen Hunden 

beim Spaziergang statt.

Sie berichten auch das seine Aggression an der Leine enorm zugenommen habe.

Wir raten ihnen an "Balko" zu kastrieren, was zumindest seine hormonelle Stauung etwas beruhigen könnte. 

Davon halten sie jedoch nichts. Auch, da "Balko" ein Hund aus einer Zucht mit Papieren ist und 

vielleicht zu Austellungen oder zur Deckung noch verwendet werden könnte. 

Dies ist jedoch im Moment nicht unbedingt eine Alternative.

 

 "Balko" schnappt in einer entgleisten Situation mit einem anderen Hund nach seinem Besitzer, 

der ihn daraufhin nicht mehr haben will, ihn aus Enttäuschung und auch zur Strafe in den Keller sperrt 

und nicht mehr mit ihm Gassi gehen will.

Wir bitten sie den Hund nicht einfach wegzugeben. Wir werden einen geeigneten Platz für "Balko" suchen 

und machen uns sofort an Vermittlungsaktionen. Wir können sie dafür gewinnen das wir "Balko" kastrieren lassen, 

wir übernehmen allen Aufwand und Kosten. Am 30.1. wird "Balko" kastriert. 

Wir bringen ihn zum Tierarzt holen ihn wieder ab und verbringen Stunden bei ihm Zuhause, damit er nicht allein ist. 

Wir sind in der ganzen Woche sehr viel mit ihm zusammen und sein Vertrauen in uns ist enorm.

 

Die Situation bei "Balko"  Zuhause eskaliert, seine Menschen sind mit seinem Verhalten sehr überfordert und 

sehen oft nur noch eine Lösung darin ihn stundenweise wegzusperren. Nun ist er die wenige Zeit in der seine 

Menschen  Zuhause sind, auch noch getrennt von ihnen. Er wird dadurch umso aufdringlicher und unruhiger, 

was bei ihnen noch mehr Stress und Ablehnung auslöst. Es ist ein Kreislauf der alles verstärkt. Wir holen ihn täglich zu uns, 

aber wir stossen an unsere Grenzen. Er wird sehr angespannt. Und seine Menschen sind jetzt zu keinen grossen Aktionen 

mehr bereit, wir haben alles probiert und nicht mal umsonst nehmen sie die Hilfsangebote an, wie Hilfestellung im Umgang 

mit dem Hund, Training mit ihm, gemeinsame Spaziergänge, ...usw. Sie haben keine Nerven mehr 

und es ist ihnen eigentlich alles zuviel geworden.

Wir kommen nach wie vor gut zurecht mit "Balko", er horcht super, läuft schön an der Leine, lernt gern.....
Dann  reden sie davon ihn einzuschläfern ! Einen 11 Monate jungen, gesunden, lernfreudigen Hund!

   Wir starten einen Vermittlungsaufruf
 

9. Februar 07

Wir sind in Not mit "Balko" !
Unsere Mittel und Kräfte sind erschöpft, wir haben alles versucht was
uns eingefallen ist.

Jetzt brauchen wir konkrete, schnelle und praktische Hilfe 

sonst lebt "Balko" keine 2 Tage mehr.

Wir sind nervlich, kräftemässig und von unseren Kapazitäten am Ende.

Nachdem wir die Fahrt zu einer interessierten Familie für "Balko" geplant
hatten, das Wochenende freigeschaufelt, mit Balko`s Besitzern gesprochen
hatten und eine liebe Freundin die Betreuung unserer Hunde Zuhause
ermöglichen konnte, hat die interessierte Familie abgesagt. 

Die Gründe sind richtig und gut überlegt, trotz allem war es für uns ein Schlag. 

Als Balko`s Besitzer das hörten, wollten sie gleich mit ihm zum Tierarzt fahren um
ihn einschläfern zu lassen.

Gespräche mit Balko`s Besitzern, die ihn keinen Tag länger behalten wollten und uns ein Limit setzen, 

wenn wir innerhalb von 2 Tagen für "Balko" keinen Platz finden, werden sie ihn einschläfern. 

Wir haben unser Haus schon mit zu vielen Hunden voll, wir können "Balko" so nicht auch noch zu uns nehmen. 

Aber was bleibt uns übrig ? Wir nehmen ihn zu uns.

 

12.02.07


Balko`s Zustand ist furchtbar, seine Erfahrungen zeigen ihre volle Auswirkung. 

Unruhiges, verstörtes Verhalten, Ängste alleingelassen zu werden und 

Aggression fremden Menschen gegenüber.


Wir fuhren die letzten Tage ca. 2000 km ab, um Vorkontrollen für "Balko" zu machen. 

Wir verbrachten 3 Tage und( 2 Nächte Im Hotel ) rund um "Balko" und sind erschrocken 

über seinen Zustand. 

Er kämpft darum nicht allein bleiben zu müssen. Er steht immer und überall zwischen unseren Beinen, 

jede Tür die geöffnet wird, drückt er sich gewaltsam durch, bevor wir einen Schritt machen können, 

um ja nicht zurückgelassen zu werden.

Wir haben sogar "Spiky" Mitgenommen in der Hoffnung, 

Das "Spiky"  mit Ihrer Anwesenheit "Balko" Beruhigen kann.

Nachts schläft er nicht.
Er sitzt neben dem Bett, jederzeit bereit mitzukommen wenn man sich auch nur bewegt. 

Weder bis ans Zimmerende, noch auf`s WC kann man ohne ihn. Beim Spaziergang ist er nonstop auf 180. 

Sein Schutztrieb ist völlig falsch gelenkt. Er reagiert auf fremde Menschen aggressiv, schnappt jetzt auch zu. 

Er kann sich kaum mehr konzentrieren und gehorcht zeitweise gar nicht.
Wir wissen nicht ob in seinem Zuhause noch irgendetwas vorgefallen ist, oder ob es jetzt der Zeitpunkt ist 

an dem seine Erlebnisse das Fass zum Überlaufen brachten, aber so kennen wir "Balko" nicht. 

Er ist völlig verändert.
Wir haben "Balko" zu uns genommen (und mit Vertrag übernommen), damit er nicht eingeschläfert wird. 

Aber wir sind in allen Bereichen über unseren Grenzen. Seine Anspannung und Unruhe überträgt sich 

auf unser Rudel und wir können das unseren Hunden nicht länger zumuten.

Das Rudel kann "Balko" so nicht lange mittragen.

Wir haben unser Rudel im Haus. Wir haben auch kein Zimmer mehr das wir für ihn einrichten könnten 

und können ihn sowieso nirgends alleine lassen,  da er das gar nicht aushält.
Wir müssen arbeiten gehen, mit verschiedenen Hunden Gassi gehen, usw. das heisst immer wieder 

geht jemand weg,  was "Balko" kaum aushält und jeder Gang aus der Tür wird zum Kampf.
Wir haben unser privates Monatsbudget für Benzin, Fahrten zu Interessenten/Vorkontrollen und 

Beratung für "Balko" ausgegeben. In der Vereinskasse ist auch nicht viel Geld.

 

Wir haben Tierärzte zu Rate gezogen, die sehr kritisch damit sind, Hunde, vor allem junge Hunde einschläfern 

zu lassen weil der Besitzer nicht mehr klar kommt mit ihnen. Doch als sie "Balko" kennen lernten,
sahen wie er sich verhält und seine Geschichte hörten, sagten sie es müsse sofort jemand den Hund zu sich nehmen, 

der sich richtig gut auskennt und weiss wie man mit ihm arbeiten kann, ansonsten ist es zu
gefährlich mit ihm. "Balko" muss aus Situationen rausgehalten werden, die gefährlich werden können. 

Ansonsten gibt es keine andere Möglichkeit als ihn einzuschläfern. Bevor etwas passiert.
Aber was jetzt ?
Für "Balko" ist das Leben im Moment nur Stress und Angst und ungesteuerte Emotionen/Aggressionen.

Das ist auch nicht das was wir ihm wünschen.
 

Wir haben Beratung erhalten von einer Tiertherapeutinu.Homöopathin, die uns seit ca. 1 Jahr 

mit all unseren Tieren zuverlässig und kompetent begleitet. Wir haben Hoömopathika eingesetzt die "Balko"  

bei seiner Unruhe/ Angst/ Stress / Aggression und Traurigkeit helfen und  dabei seine Traumata zu verarbeiten.

Weiterhin haben wir ihm die ersten Tage auch chem. Mittel zur Beruhigung gegeben (in Zusammenarbeit und 

ausführlichen Gesprächen mit unserem vertrauten Tierarzt), um "Balko" mal Ruhe zu verschaffen 

und zu verhindern,  das es bei uns im Rudel eskaliert.

Wir haben Pheromone eingesetzt, die allen Hunden gut tun sollen.

Wir haben Tierkommunikation eingesetzt, TellingtonTouch praktiziert .

Wir haben versucht jedem einzelnen Hund im  Rudel genügend Möglichkeit   für Spiel, Spaziergänge, 

herumtoben, abbauen von Spannungen und auch Ruhemöglichkeiten zu geben, zeitweise Hunde 

voneinander getrennt, in verschiedene Zimmer verteilt, und  auch "Balko" immer wieder Ruhezeiten vorgegeben.  

Das ist bei jedem Hund anders, wir haben alte Hunde, herzkranke Hunde,  

die müssen viel mehr abgeschirmt werden 

und brauchen viel längere Ruhephasen. Die "Jungen" vertragen mehr, aber es kommt immer wieder zu 

Überreizungen die rechtzeitig erkannt werden müssen. Das müssen wir im Auge behalten um frühzeitig 

eingreifen zu können. 

Es darf nicht eskalieren. Deshalb brauchen wir dringend Hilfe.

Wir schlafen viel zu wenig und merken nun die Auswirkungen auch schon.

 

Wir haben einen Hundetrainer einbezogen, der viel Erfahrung mit sehr
schwierigen Hunden hat, er soll uns akute Hilfestellung geben und
vielleicht findet er jemanden der "Balko" zu sich nimmt. Aber auch diese
Hilfe kostet erstmal.

 

Bei uns kann er nicht auf Dauer bleiben. Wir haben schon Hunde die auf Schutz und gute Erfahrungen 

angewiesen sind, wir haben den Platz und die Kapazität nicht, so mit "Balko" zu arbeiten wie er es braucht.

Wir müssen eine Frist setzen, das macht uns völlig fertig, aber was jetzt abläuft  ist für alle keine 

zumutbare Situation.  Wir sind so traurig über diese Situation.

Wir suchen einen Menschen der "Balko" jetzt zu sich nimmt. Der erfahren ist mit verstörten 

und aggressiven Hunden zu arbeiten. Der Zeit hat und die nötige Geduld und Verständnis.

Wir haben viele Reaktionen auf unsere Emails über "Balko" erhalten, 

was uns in diesem Moment auch bestärkt und Mut macht.

Menschen die sich mit Malinois auskennen bestätigen uns wie sensibel diese Hunde sind, 

das es Hunde sind die gerne arbeiten und lernen und nie mit Gewalt erzogen werden  müssen, 

im Gegenteil, dies richtet bei ihnen viel Schaden an. Wir erhalten viel Zuspruch und Bestätigung 

das es richtig ist den Hund am Leben zu erhalten und ihn an einen guten Platz zu geben, 

denn bei richtiger Haltung – Auslastung – und Kenntnis, wird 

dieser „Rohdiamant“ ein wunderbarer Begleiter werden.

Ja, davon sind wir überzeugt, und all der Zuspruch tut soooo gut.

Es gibt natürlich auch andere Stimmen, die nicht so viel Aufwand betreiben würden.

Natürlich, wir haben enorm viel investiert, aber "Balko" ist uns so vertraut, 

wir haben ihn aufwachsen sehn und sein liebes Wesen erfahren. 

Dann wurde ihm (sicher nicht aus böser Absicht, aber aus Unwissenheit und Unverständnis ) 

soviel Unrecht getan, soviel Schmerz zugefügt und er hat als so junger Hund schon so viel aushalten müssen. 

Wir wollen nicht aufgeben. 

 

Im Moment gibt es niemanden der "Balko" zu sich nehmen kann. 

Und die Ansprüche an einen solchen Platz steigen deutlich. Keine Kinder, keine anderen Haustiere, 

Erfahrung, Zeit, ihn nicht sofort allein lassen müssen, Verständnis für diese Rasse 

und für das was ein junger Hund braucht.

"Balko" tut es bei uns gut. Wir geben ihm Sicherheit, Zuwendung, klare Abläufe und er ist nie allein. 

Und er hat Vertrauen in uns, das ermöglicht eine schnelle Erholung. 

Unsere Hunde sind Therapeuten für "Balko", sie tun ihm so gut.

Wir halten "Balko" von fremden Menschen und fremden Hunden fern und setzen ihn 

keinen neuen Stressfaktoren aus.

 


 16.02.07

 

"Balko" ist  ruhiger geworden, er ist wieder „bei sich“. Er kann entspannen, hat viel geschlafen, 

ist ausgelassener und kann uns schon durch einige Türen gehen lassen ohne mitzukommen. 

Er horcht, versteht die Kommandos wieder und zeigt auch wieder Lernbereitschaft. 

Er scheint sich besser konzentrieren zu können. 

Und er ist auch wieder „frech“, was uns sehr freut, seine Intelligenz und Gewitztheit setzt er ein, 

das heisst, er lebt wieder auf. Wir sind so froh.

 

Natürlich zeigen sich all die schwierigen Verhaltensmuster sofort in neuen Situationen wieder, 

deshalb liegt ja auch noch ein langer Weg vor ihm.


Unsere Hunde sind so wunderbar. Sie haben uns und "Balko" enorm geholfen. 

Sie haben mitgetragen, mitgelitten, mitgeholfen. Sie haben ihre ganzen Fähigkeiten eingesetzt und das mit Erfolg. 

Uns haben sie enorm gut getan, sie haben uns oft unterhalten, zum Lachen gebracht uns getröstet und 

mit uns ausgehalten.

Sie haben "Balko" aufgenommen und mitgetragen. Seine Angst und Unruhe mit ihrer Ruhe und 

Gelassenheit ausgeglichen und ihm Sicherheit gegeben. Sie haben mit ihm gespielt, getobt und ihm 

auch Grenzen gezeigt. 

Sie haben sich bei ihm angekuschelt  und ihm Wärme und Nähe gegeben. 

Ohne unsere Hunde hätten wir das nie geschafft.

 


18.02.07    Balko ist gerettet !


Wir haben die Zeit so gut es uns möglich ist überbrückt.

Danke an alle, die Hilfe, Unterstützung, Zuspruch, Tipps und Hinweise gegeben haben!


"Balko" kann beim nächsten freien Platz  von einem superguten Hundetrainer untergebracht, 

therapiert und trainiert werden, so kann sich "Balko" rehabilitieren, er darf endlich „arbeiten“ 

und sich stabilisieren.  

Er wird an alles langsam herangeführt werden und bekommt somit alle Chancen auf ein „neues Leben“.

 

25.02.

"Balko" ist noch bei uns. Die Zeit bis zum freien Platz für ihn ist absehbar.

 

Wir brauchen nun Unterstützung dabei, seine Therapie zu finanzieren, also Geldspenden oder Patenschaften 

und hoffen das uns nun auch viele Menschen dabei  unterstützen  die konkrete Hilfe für "Balko" umzusetzen.

DANKE  sagen wir und

         Balko      

 

01.03.

Wir bringen Balko heute weg, der Platz ist frei geworden und Balko kann nun sein Training aufnehmen.

Es fällt uns sehr schwer uns von Balko zu verabschieden, was wir miteinander erlebt haben, 

hat uns doch sehr zusammenwachsen lassen. Aber wir wissen das Balko jetzt richtig an sich arbeiten muss.

Wir haben wirklich einen guten Hundetrainer gefunden, der Verständnis und Erfahrung mitbringt

und ein grosses Engagement zeigt. Dafür sind wir sehr dankbar.

 

06.03. 

Wir besuchen Balko und machen einen laaangen ausgiebigen Spaziergang mit ihm (freu...) 

 

14.03.

Balko hat feste an sich gearbeitet, er war in der Stadt, in der Begegnung mit vielen und fremden Menschen, 

zusammen mit anderen Hunden, hat viel Neues und Fremdes kennen gelernt und wurde an Vieles herangeführt. 

Der Hundetrainer verbrachte mit ihm Zeit auf langen Spaziergängen, in der Natur und in der Stadt. 

Er vermittelte ihm Sicherheit und klare Führung und gab ihm damit die Möglichkeit ruhig zu bleiben 

und sich an neue Situationen zu gewöhnen. Und Balko will es nur recht machen. Er macht alles sehr gut mit. 

Sein Trainer meint er sei kein "Problemhund" er lernt gut und hat sich schon viele Handlungen abgewöhnt 

die so schwierig waren. Er ist verträglich mit anderen Hunden, nicht aggressiv und nicht dominant, er unterwirft  

sich schnell oder weicht aus wenn er kann. Unter klarer Führung benimmt er sich an der Leine sehr gut, 

reagiert auch nicht mehr auf andere Menschen oder Hunde, sondern läuft schön weiter. 

Balko`s schnelle Fortschritte bestätigen das sein problematisches Verhalten durch Unterbeschäftigung 

und Unsicherheit entstanden ist und Ausdruck von Stress waren. Deshalb kann Balko mit Verständnis 

und Training umlernen und

das er gerne lernt hat er immer gezeigt.

Wir möchten hier nochmal klar bestätigen: Balko ist keinesfalls ein aggressiver oder gefährlicher Hund !!! 

Seine Überreaktionen entstanden aus seiner Not heraus und waren deutliche Zeichen das er seine Lebenssituation 

nicht mehr ertragen kann. Balko hat ein liebes Wesen, er ist überaus sensibel, gehorsam und intelligent.

 

Wenn er zu Menschen kommt, die Zeit für ihn haben und mit ihm arbeiten, damit er auch ausgelastet ist, 

ist Balko bereit zur Vermittlung !!!

 

29. July 07

Balko wird von seinem "Pflegepapa" adoptiert. Er ist endlich ZUHAUSE ! 

Nun darf er arbeiten, dabei sein, dazu gehören, mitmachen, erleben, spielen..... 

Juni 2008 

Rückblick:  Balko hat sich zu einem "Vorzeigehund" gemausert. 

Zusammen mit seinem Herrchen gibt er Hundeschule, macht er vor

was andere noch lernen müssen.

Zusammen mit seinem Menschen entwickeln sie neue Projekte

 in der Begegnung zwischen Mensch und Hund. 

Balko ist ein super Begleiter, wunderbarer Begleithund und treuer Freund.